FDP-Kandidatin Aygül Kılıç – Ein antisemitischer Facebook-Beitrag wirft Fragen auf

Die FDP Neumünster hat eine Kopftuch tragende Scharia-Muslimin namens Aygül Kılıç als Kandidatin für die bevorstehenden Kommunalwahlen aufgestellt. Gegen diese Kandidatur gab es teilweise heftige Kritik, wobei diese umgehend als „rechts“ bezeichnet wurde. Man verwies auf die Religionsfreiheit von Frau Kılıç und unterstellte den Kritikern Rassismus und Vorurteile.

Nun ist ein Facebook-Post aufgetaucht, den Frau Kılıç im Jahr 2014 kommentarlos geteilt hat. Es handelt sich um einen Post des Users mit dem falschen Namen Mehmet Akif Ersoy [Name des Schöpfers der türkischen Nationalhymne]. Damit die Deutschen, die der türkischen Sprache nicht mächtig sind und über diese Kandidatur diskutieren, sehen können, welche Werte diese Dame auch vertritt, möchte ich den Post, den sie geteilt hat, übersetzen. Die Übersetzung erfolgt wörtlich, wobei in den eckigen Klammern Erklärungen vorzufinden sind, weil sich Türkisch oft sehr schwierig wörtlich übersetzen lässt.

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„EINIGE WORTE, DIE UNS VON DEN JUDEN VERERBT WURDEN

WENN ICH ES VESTANDEN HÄTTE, SOLL ICH ARABER WERDEN [türkische Redewendung ähnlich wie „Ich verstehe nur Ägypten“ oder „Ich verstehe nur Bahnhof“]. Weil unser Efendi [gemeint ist der Prophet Mohammed] s.a.v. [islamische Formel, die man verwendet, wenn man über den Propheten spricht oder seinen Namen erwähnt] ein Araber ist, haben sie ihn über das Arabertum beleidigt und haben ihren Hass zum Ausdruck gebracht [wörtlich: Hass gekotzt]. Das haben die Juden gesagt [das stammt von den Juden], aber auch wir haben es im Unbewussten gesagt.

KARA FATMA [Großer Totenkäfer; wörtlich „Schwarze Fatma“]. Sie haben um die weißgesichtige Fatima [gemeint ist die jüngste Tochter des Propheten Mohammed], deren Gesicht mit Licht übersät ist [„nur yüzlü“ bedeutet wörtlich „lichtgesichtig“] und weil sie den Hidschab respektive weil sie den dunklen Nikab trägt, zu beleidigen, einem Käfer den Namen „Kara Fatma“ gegeben und wir [damit sind die Muslime gemeint] haben das Gleiche unwissend [hier wird das Wort „cahil“ verwendet, über das ich einen längeren Aufsatz geschrieben habe] nochmals gesagt.

KAKA [türkisches Wort für Scheiße, so wie auch in vielen anderen Sprachen] Ein grosser Heerführer und ein grosser Begleiter des Propheten Mohammed Kaka [so hiess offenbar ein Begleiter des Propheten], den die Juden am meisten hassen. Wenn die Juden ihre Kinder auf die Toilette bringen, haben sie, indem sie gegen den Sankt Kaka ihren Hass auskotzten, das, was ihre Kinder produzieren, Kaka genannt. Und wir haben es – ohne es zu erkunden – auch Kaka [d.h. Scheiße] genannt.

LASST UNS VORSICHTIG UND UMSICHTIG SEIN! LASSEN WIR UNS NICHT AUF DIE SPIELE DER JUDEN EIN!“

Nach dem Gesagten stellt sich die Frage, ob FDP Neumünster den triefenden Antisemitismus ihrer Kandidatin, der hier zum Ausdruck kam, auch mit der Religionsfreiheit oder gar mit der Meinungsfreiheit verteidigen will.

 

FDP-Kandidatin Aygül Kılıç – Ein antisemitischer Facebook-Beitrag wirft Fragen auf

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