Islam-Apologeten-Deutsch – Ein Ausflug in die Sprachwelt der Islamverteidiger

Insbesondere nach islamistisch motivierten Terroranschlägen werden in Fernsehsendungen oder Zeitungsinterviews Musliminnen und Muslime immer wieder mit dem Gewaltpotenzial des Islam konfrontiert. Häufig werden dabei vom Moderator respektive vom Interviewer Gewaltpassagen aus dem Koran zitiert und der muslimische Studiogast respektive Interviewpartner haben dann zum Ganzen Stellung zu nehmen. Wenn ein muslimischer Studiogast sich über eine solche Frage angegriffen fühlt, bin ich stets auf seiner Seite, insbesondere dann, wenn er sich dahingehend äussert, dass solche Taten mit dem individuellen Islam, den er, seine Familie, seine Bekannten und Freunde praktizieren, nichts zu tun hätten. Wenn ein Muslim Gewalt ablehnt und dies auch im Zusammenhang mit dem Islam, den er offenbar anders erlebt, ist dies legitim. Es ist absurd und vor allem extrem kontraproduktiv von ihm zu erwarten, dass er aufgrund der Gewaltpassagen im Koran ebenfalls gewalttätig sein sollte, insbesondere wenn er es offenbar nicht ist.

Leider ist es jedoch so, dass die allermeisten Muslime, die in Interviews oder Talkshows mit solchen Fragen konfrontiert werden, nicht sich selbst respektive ihre individuelle Sicht des Islam verteidigen, sondern vielmehr ihren individuellen Islam, den sie dann als den „wahren Islam“ bezeichnen und dabei Positionen einnehmen, die nicht haltbar sind. Genau in solchen Augenblicken verwandeln sich diese Muslime von blossen Gläubigen zu Islamapologeten, d.h. zu Verteidigern des Islam, wobei sie immer wieder Dinge aussprechen, die sich in etwa wie folgt anhören:

„Sie verstehen das ganz falsch! Zum einen kann man den Koran nur auf Arabisch wirklich verstehen! Zum anderen reissen Sie den Koran völlig aus dem Zusammenhang! Im wahren Islam ist so etwas verboten! Im Koran heisst es nämlich „Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Menschheit“. Der Islam ist eine Religion des Friedens!“

Damit keine Missverständnisse aufkommen, möchte ich mich an dieser Stelle wiederholen: Ich habe soeben nicht etwa ein real existierendes Zitat einer bestimmten Person wiedergegeben, wobei ich natürlich nicht ausschliessen kann, dass genau diese Worte exakt in dieser Reihenfolge auch schon ausgesprochen wurden. Möglich ist dies durchaus. Das Zitat ist nämlich eine willkürliche Collage von Sätzen aus dem Vokabular der Islamapologeten, die ich schon unzählige Male gehört habe. Mich würde es jedenfalls erstaunen, wenn die Leser noch nie solche Sätze vernommen hätten. Im Nachfolgenden werde ich diese – so wie ich annehme – allseits bekannten apologetischen Floskeln Stück für Stück auseinandernehmen und kritisch interpretieren, wobei ich annehme, dass vieles, was der Leser dabei erfahren wird, ihm bisher in dieser Form unbekannt sein wird.

Sie verstehen das ganz falsch!

Oft stehen solche oder sehr ähnliche Sätze am Anfang eines jeden Arguments, wenn ein Islamapologet irgendwo auf der Welt seine Verteidigungsrede beginnt: „Sie verstehen das ganz falsch! Sie haben hier etwas missverstanden!“ Auf den ersten Blick sehen solche Sätze harmlos aus, aber meistens steht hier auch etwas zwischen den Zeilen, was in aller Regel nicht ausgesprochen wird. Der Angesprochene, der hier etwas angeblich ganz falsch versteht, ist nämlich in der Regel ein Nicht-Muslim, d.h. ein „Ungläubiger“ aus der Perspektive des gläubigen Muslims und zwar ein „Ungläubiger“, der es gewagt hat, den Islam in Frage zu stellen respektive einen koranischen Inhalt zu kritisieren. Diese Konstellation bedeutet für einen gläubigen Muslim von Vornherein, dass er seinen Glauben vor dem „Angriff“ eines „Ungläubigen“ verteidigen muss, womit der weitere Verlauf eines solchen Arguments vorbestimmt ist. Dass ein Muslim dabei angibt, der Gesprächspartner, der in kultureller Hinsicht meistens einen christlichen Hintergrund hat, habe etwas missverstanden oder den Islam gänzlich nicht verstanden, ergibt sich dabei aus den Lehren des Islam. Aus muslimischer Sicht sind die Christen nämlich die Irregehenden (Sure 1), weil sie an die Gottesssohneigenschaft Jesu und an die Dreifaltigkeit glauben. Damit erklärt ein Muslim gegenüber einem aus islamischer Sicht Irregehenden, dass dieser etwas falsch verstanden habe, was für den Muslim, der an diese Inhalte des Islam glaubt, nur logisch ist. Darüber hinaus verhält es sich aus muslimischer Perspektive so, dass ohnehin nur ein gläubiger Muslim, der sein Herz gegenüber dem Islam geöffnet habe, die Vollkommenheit und die Wahrheit hinter den Koranversen wirklich verstehen könne. Jemand, der kein Muslim ist und aus dieser Perspektive betrachtet die „Wahrheit des Islam respektive die Wahrheit im Islam“ nicht anerkennt, ist damit nicht in der Lage, den Koran zu verstehen.

Das sind also die Hintergründe, weshalb man immer wieder mit der Angabe konfrontiert wird, dass man diesen oder jenen Inhalt des Islam respektive des Korans falsch verstanden habe. Freilich wird mit dieser Angabe auch eine Position der Überlegenheit innerhalb des Gesprächs geschaffen, die sich ausgedeutscht wie folgt anhört: „ICH bin Muslim und verstehe den Islam und DU bis KEIN MUSLIM und daher verstehst du das Ganze völlig falsch!“

Nach dem Gesagten bedeutet dies, dass man jeweils seine Zweifel darüber haben kann, ob man tatsächlich etwas falsch verstanden hat oder nicht, weil sich hinter einer solchen Aussage meistens ganz bestimmte Motive verbergen.

Zum einen kann man den Koran nur auf Arabisch wirklich verstehen!

Die Behauptung, wonach der Koran nur auf Arabisch verstanden werden kann, ist natürlich Unsinn und dies aus mehreren Gründen. Weshalb diese falsche Angabe überhaupt existiert, ist auf den Koran selbst zurückzuführen, namentlich auf Sure 42:7:

„Und so haben Wir dir den Qur’an auf Arabisch offenbart, auf daß du die Mutter der Städte warnest und alle rings um sie, und (auf daß) du (sie) vor dem Tag der Versammlung warnest, über den kein Zweifel herrscht. Eine Gruppe wird im Paradies sein und eine Gruppe im flammenden Feuer.“

Aufgrund dieser Koranstelle wird im Islam die theologische Forderung begründet, wonach der Koran, der auf Arabisch „offenbart“ worden sei, auch auf Arabisch rezitiert werden sollte. Für Nicht-Muslime sollte insbesondere dieser Offenbarungsaspekt irrelevant sein, zumal sie, wenn sie keine Muslime sind, kaum von der Wahrheit von angeblichen Offenbarungen ausgehen dürften. Daher müssen sie zumindest diesem Text nicht den gleichen Respekt entgegenbringen wie die Muslime. Da aus nicht-muslimischer Perspektive der Koran nicht das unmittelbar vom Gott ausgesprochene Wort darstellt, kann und darf man sich die Frage stellen, ob es zutreffen kann, dass der Koran nur auf Arabisch wirklich verstanden werden kann. Als Nicht-Muslim ist man bei dieser Frage nämlich keinen Denkverboten ausgesetzt. Die Frage muss bei objektiver Betrachtung klar verneint werden. Mit den Mitteln der Sprache kann alles übersetzt oder erklärt werden. Wenn ein Begriff wörtlich nicht übersetzt werden kann, weil er kein sprachliches Gegenstück hat, wird der entsprechende Begriff beschrieben. Wenn man so will, kann man über den nicht übersetzbaren Begriff ganze Abhandlungen schreiben, damit er verständlich wird. Auch wenn es beispielsweise keine befriedigende deutsche Übersetzung für den portugiesischen Begriff „saudade“ gibt, kann man sich mit Hilfe der Sprache an diesen fremden Begriff annähern. Es gibt jedenfalls keinen Grund, weshalb dies beim Koran nicht möglich sein sollte.

Hinzu kommt, dass die Sprache des Korans auch von gläubigen Muslimen kaum oder nur schlecht beherrscht wird. Einerseits hat das damit zu tun, dass die überwiegende Mehrheit der Muslime aus Menschen besteht, die das Arabische nicht als Muttersprache haben. Dazu kommt, dass das Arabisch im Koran weder der gesprochenen arabischen Umgangssprache noch der Hochsprache Arabiya entspricht, sondern eben Koranarabisch ist, das sich an vielen Stellen nur durch Interpretationen von Theologen erklären lässt. Ein Beispiel dafür ist etwa der Begriff chumur, der von Tabari mit Kopftuch übersetzt wird, womit die Pflicht zum Tragen des islamischen Kopftuchs begründet wird. Im Grunde genommen handelt es sich aber lediglich um eine Interpretation von Tabari! Der Begriff wird damit erst zum Kopftuch, wenn der Imam die sprachliche Meinung von Tabari, die ganz offensichtlich theologisch motiviert ist, übernimmt und dies den Gläubigen so erklärt.

Zusammengefasst kann mit dem Hinweis darauf, dass der Koran nur auf Arabisch verständlich sei, nicht wirklich argumentiert werden. Einerseits lässt sich alles übersetzen und erklären. Andererseits verstehen Muslime oft selbst nicht wirklich, was im Koran steht. Vielmehr verlassen sie sich auf Interpretationen von Begriffen, die theologisch motiviert sind und daher nicht ausgeschlossen werden kann, dass diese ursprünglich in Tat und Wahrheit ganz etwas anderes aussagen wollten.

Zum anderen reissen Sie den Koran völlig aus dem Zusammenhang!

Diesen Vorwurf hört man von Islamapologeten sehr oft. Er ist zunächst einmal deshalb unsinnig, weil der Koran selbst keinem roten Faden folgt. Er lässt nicht so lesen wie ein gewöhnliches Buch, bei dem man sich hinsetzt, auf Seite 1 anfängt und bis zum Schluss durchliest. Der Aufbau des Korans ist nicht chronologisch. Ohne Berücksichtigung der Eröffnungssure al-Fatiha mit ihren 7 Versen , die eine zentrale Rolle im Islam hat, weil sie das islamische Hauptgebet beinhaltet und deshalb am Anfang des Korans steht, sind die Suren im Koran der Länge nach – also nicht chronologisch – aneinandergereiht, wobei die längste Sure die zweite Sure (al-Baqara; die Kuh) ist. Schon deshalb hat das Buch keinen roten Faden und damit auch keinen Zusammenhang, wie man dies von anderen Büchern kennt. Aber auch innerhalb der Suren findet man nicht immer einen Zusammenhang zwischen einem Vers und den vorangegangen respektive nachfolgenden Versen.

Zusammengefasst ist dieser Vorwurf in der Regel unbehelflich, insbesondere wenn der Islamapologet nicht erklärt (weil er es nicht kann), welcher innere Zusammenhang bei einem Zitat aus dem Koran zerstört werde, wenn man etwas angeblich unvollständig zitiert. Insbesondere die Gewaltpassagen im Koran, die immer wieder zitiert werden, sind direkte Tötungsbefehle Gottes gegenüber den Gläubigen, die keiner weiteren Interpretation bedürfen.

Im wahren Islam ist so etwas verboten!

Der Begriff „der wahre Islam“ gehört geradezu zum klassischen Wortschatz eines jeden Islamapologeten. Für einen Europäer, der mit diesem Ausdruck konfrontiert wird, bedeutet er argumentativ oft einen K.O.-Schlag. Was soll ein Europäer, der kein Muslim ist, dazu schon sagen, wenn er doch nur wenige oder gar keine Kenntnisse über den Islam hat? Da er, anders als ein Muslim, nicht wissen kann, was der „wahre Islam“ bedeuten kann und ein Muslim angibt, diesen „wahren Islam“ zu kennen, bleibt ihm oft nichts anderes übrig als dem Apologeten zu vertrauen. Das ist auch sehr beruhigend, wenn der „wahre Islam“ gewisse Dinge angeblich verbietet, wohingegen nur der „falsche Islam“ diese gutheisst. Wer glaubt, wird selig.

Was Europäer, die sich auf solche Diskussionen einlassen, in der Regel nicht bemerken, ist die Tatsache, dass hier über Häresie debattiert wird. Diese Feststellung ist sehr wichtig. Die Person, die vom „wahren Islam“ spricht, wirft jenen Muslimen, die diesem „wahren Islam“ nicht folgen, nichts anderes als Häresie vor. Das ist völlig etwas anderes als die Aussage, dass man selbst ganz individuell eine völlig andere Vorstellung von dieser oder jener Koranstelle oder über den Islam überhaupt hat. So befolgt aus der Sicht eines Sunniten ein Schiit nicht den Regeln des „wahren Islam“. Vielmehr ist er ein Häretiker, genauso wie die Aleviten, Alawiten und andere islamische Glaubensgemeinschaften. Aber auch innerhalb der sunnitischen Glaubensgemeinschaft folgen die jeweils anderen nicht dem „wahren Islam“.

Anders ausgedrückt gibt es so etwas wie den „wahren Islam“ nicht. Es handelt sich dabei vielmehr um einen Begriff aus dem innerislamischen Konflikt, wonach sich die jeweiligen Gruppen jeweils für die Rechtgläubigen halten und dabei den anderen Muslimen Häresie vorwerfen, indem sie behaupten, ihr Glaube sei nicht der „wahre Islam“ sondern nur der eigene.

Ich möchte meine Leser bitten, sich an diese Zeilen zu erinnern, wenn sie das nächste Mal einen Muslim sagen hören, dieses oder jenes habe mit dem „wahren Islam“ nichts zu tun. Am besten lassen sie sich auf solche Debatten erst gar nicht ein.

Im Koran heisst es nämlich „Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Menschheit“

Dieses Zitat wird von Islamapologeten immer wieder vorgebracht, insbesondere nach Terroranschlägen, um nachzuweisen, dass der Koran Frieden bedeute. Ungeheuerlich dabei ist jeweils, dass genau diejenigen, die sich immer wieder darüber beschweren, dass der Koran aus dem Zusammenhang gerissen zitiert werde, hier haargenau dies selbst tun. Daher möchte ich nachfolgend die ganze Stelle zitieren und zwar im Zusammenhang. Die Stelle befindet sich in der 5. Sure des Koran. Nachdem in dieser Sure zunächst überaus Nachteiliges über Christen und Juden ausgesagt wird, wird die Geschichte des Brudermords von Kain beschrieben und unmittelbar danach kommt die entsprechende Stelle. Ich empfehle die Lektüre der ganzen Sure. Nachfolgend ist nur die 5:32 und 5:33 wiedergegeben, damit der Zusammenhang dieses mittlerweile berühmt gewordenen Ausspruchs der Islamapologeten deutlich wird:

„Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einen Menschen das Leben hält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach beginnen viele von ihnen Ausschreitungen im Lande. Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden und dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.“

Was der Koran hier zunächst aussagt, ist bereits inhaltlich falsch, womit einmal mehr die angeblich göttliche Herkunft dieses Buches widerlegt wird, sofern man überhaupt an solche Dinge glaubt. Wenn der Sprechende, der aus islamischer Sicht Gott selbst ist, angibt, er habe den Kindern Israels etwas verordnet, bedeutet dies, dass er dies im Rahmen der Offenbarung der Tora gegenüber Moses getan habe. Nach islamischem Verständnis habe Gott nämlich den Juden die Tora (Tawrat) und den Christen über Jesus die Bibel (Indschil) offenbart, so ähnlich in der Form, wie der Koran über Mohammed den Muslimen offenbart worden sei. Wie wir wissen, trifft dies natürlich nicht zu, weil die Bibel, insbesondere das Neue Testament selbst Namen von Autoren enthält, die unterschiedlich sind und in der Bibel spricht nicht Gott sondern jeweils ein Erzähler, der nach christlicher Vorstellung von Gott inspiriert sei. Es ist aber keine direkte Rede Gottes, wie die Muslime sich die Schriften dieser beiden Religionen vorstellen.

Jedenfalls steht dieser Satz nicht etwa in der Tora sondern im Jerusalemer Talmud. Es ist eine rabbinische Weisheit und kein Gottesbefehl aus der Tora, wie dies der Koran annimmt. Hier ist die Stelle vollständig:

Jerusalem Talmud, Sanhedrin 4:1 (22a):

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“Whoever destroys a soul, it is considered as if he destroyed an entire world. And whoever saves a life, it is considered as if he saved an entire world.”

Nachdem klargestellt wurde, dass der Koran sich hier irrt und es nicht zutrifft, dass Gott den Juden so etwas befohlen hat, sondern der Satz vielmehr eine rabbinische Weisheit aus dem älteren von den beiden Talmud (der sog. babylonische Talmud ist etwas jüngeren Datums als der Jerusalemer) darstellt, ist die Feststellung wichtig, dass Islamapologeten es geflissentlich weglassen, dass der Adressat dieses Befehls gemäss Koran die Juden und nicht etwa die Muslime sind. So steht es nämlich ausdrücklich im Koran! Dort steht nicht, dass Gott diese Gewaltlosigkeit den Muslimen befohlen habe. Könnte diese Weglassung der Juden antisemitisch motiviert sein? Ein Schelm, wer hier Böses denkt!

Was nämlich gleich anschliessend an dieser Koranstelle erzählt wird, ist eines der Hauptmotive des islamischen Antisemitismus und die Angesprochenen sind die Muslime selbst. Muslime glauben nämlich, dass die Juden den Zorn Gottes erregt hätten (Sure 1), weil sie angeblich Gotteslästerung begingen (beispielsweise durch die Anbetung des goldenen Kalbes), Propheten, die Gott ihnen angeblich sandte, angeblich angriffen, verfolgten und töteten (was an dieser Stelle des Korans beschrieben wird) und weil sie angeblich ihre eigene Schrift verfälscht hätten (sie hätten Mohammed, der angeblich auch in der Tora angekündigt gewesen sei, entfernt).

Dann beschreibt die Koranstelle den Lohn dieser Menschen, womit die Juden gemeint sind, die Propheten verfolgt haben sollen, wobei Muslime indirekt dazu aufgefordert werden, gegenüber diesen Gewalt anzuwenden:

„Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden und dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.“

 Der Islam ist eine Religion des Friedens!

Ich denke, dass ich nach diesem vorangegangenen Zitat nicht mehr erklären muss, dass der Islam ganz sicher keine Religion des Friedens ist. Gerade bei dieser vorgenannten Koranstelle wird deutlich, was man sich darunter vorstellen sollte, wenn davon die Rede ist, weil die Aussage durchaus ernst gemeint ist, wenn ein Muslim sie ausspricht. Der Islam ist in der Tat eine Religion des Friedens  und zwar eine Religion des Friedens unter gleichgläubigen Muslimen, die harmonisch dem aus ihrer Sicht „wahren Islam“ folgen.

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Islam-Apologet Aiman Mazyek (Symbolbild)

Islam-Apologeten-Deutsch – Ein Ausflug in die Sprachwelt der Islamverteidiger

Über das islamische Kopftuch

Bevor ich mich mit den islamischen Kleidervorschriften und im besonderen mit dem islamischen Kopftuch (hijab) befasse, möchte ich zunächst eine aus meiner Sicht komplette Fehleinschätzung der Bedeutung und der Tragweite des islamischen Kopftuchs korrigieren, die leider sehr oft anzutreffen ist. Es ist völlig unzulässig und auch falsch, das islamische Kopftuch mit Kopftüchern, die im Westen insbesondere in den Sechziger- und Siebzigerjahren in Mode waren, zu vergleichen. Das Kopftuch, das von der Stilikone Audrey Hepburn etwa im Film „Frühstück by Tiffany’s“ getragen wurde oder das allseits bekannte Kopftuch der Queen, sind im Gegensatz zum islamischen Kopftuch wertfreie Kleidungsstücke. Die Trägerinnen dieser „westlicher“ Kopftücher wollen oder wollten damit keine besondere moralische respektive gesellschaftspolitische Botschaft vermitteln, oder eine verinnerlichte Werteordnung im Zusammenhang mit der Sexualmoral zum Ausdruck bringen. Auch soll mit diesen Kopftüchern kein „göttliches Recht“ erfüllt respektive durchgesetzt werden. Es kann ausgeschlossen werden, dass die Person, die für das Styling von Audrey Hepburn im vorerwähnten Film verantwortlich war, auch nur ansatzweise an solche Dinge gedacht hat.

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Audrey Hepburn, “Breakfast at Tiffany’s” (1961)

Weshalb ein solcher Vergleich unzulässig ist, möchte ich anhand eines besonders krassen Beispiels verdeutlichen, das in überhaupt keinem Zusammenhang mit den islamischen Kleidungsvorschriften steht. Es dürfte bekannt sein, dass das Hakenkreuz in Indien lange vor den Nationalsozialisten ein Glückssymbol war und immer noch ist. Auch im Westen wurde das Hakenkreuz vor der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in der Architektur oder in der Mode als Ornament eingesetzt, ohne dass ihm eine rassistische und totalitäre Bedeutung zugerechnet worden wäre.

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Das erste It-Girl der Geschichte, Clara Bow in den Zwanzigerjahren

Dieses Beispiel zeigt auf, dass zwei gleich oder mindestens sehr ähnlich aussehende Gegenstände völlig unterschiedliche Bedeutungen haben können. Solchen Konstellationen begegnen wir immer wieder in unserem Leben. Die wichtige Erkenntnis daraus ist, dass es nur auf die Bedeutung und Inhalt von solchen Dingen ankommen kann und das Äussere mehr oder weniger irrelevant ist. Auf das Hakenkreuz übertragen bedeutet dies, dass das darin enthaltene Problem nichts mit der Ästhetik dieses Symbols zu tun hat. Vielmehr geht es ausschliesslich darum, was hinter diesem Symbol steht und wer damit welche Botschaften vermittelt. So haben meine Überlegungen über das islamische Kopftuch, die ich hier meinen Lesern vermitteln möchte, überhaupt nichts mit meinen persönlichen ästhetischen Wertungen etwas zu tun. Über Geschmack lässt sich nämlich nicht streiten. Es geht mir vielmehr um materielle Inhalte und Botschaften, die mit dem islamischen Kopftuch verbunden sind und was davon zu halten ist.

Aus meiner Sicht stellt genau diese äusserliche Ähnlichkeit, die ich vorhin angesprochen habe, oder sogar das gleiche Aussehen des islamischen Kopftuches mit „westlichen“ Kopftüchern den Hauptgrund für die oft anzutreffende verharmlosende Betrachtungsweise dieses Kleidungsstücks dar. Oft heisst es bei Diskussionen „Auch unsere Grossmütter hatten früher Kopftücher an!“ oder „Ich bin zwar gegen die Burka, aber Kopftücher sind doch etwas, was auch wir in unserer eigenen Kultur kennen!“. Solche Vergleiche sind deshalb falsch, weil die Kopftücher der Grossmütter nicht die gleiche Bedeutung haben wie das islamische Kopftuch. So wie man nicht alle Hakenkreuze in den gleichen Topf werfen kann, ist dies auch bei Kopftüchern unzulässig.

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Queen Elizabeth II

Die religiöse Pflicht zum Tragen eines Kopftuchs geht gemäss islamischer Tradition, d.h. nach geltender islamischer theologischer Doktrin, auf Sure 24:31 zurück. Wörtlich heisst die Stelle: „Sie [die Frauen] sollen ihre chumur (sing. chimar / ‭خمار‬ / imār) über ihre Taschen schlagen“, wobei die eigentliche Bedeutung der chumur unklar ist, aber traditionell, etwa im Korankommentar des islamischen Historikers und Gelehrten Tabari (um 900 n. Chr.), als Kopftuch verstanden wird. Auch die Webseite islam.de übersetzt die Stelle mit Kopftuch. Häufig wird auch der Begriff „Schleier“ verwendet. Diese Übersetzung ist nicht unumstritten und wird von einer nicht geringen Anzahl von Musliminnen und Muslimen auch nicht so verstanden und umgesetzt. Das Problem liegt jedoch nicht einfach in diesem Wort allein sondern im Gesamtkontext dieser Koranstelle. Daher zitiere ich im Nachfolgenden nicht nur Sure 24:31 sondern auch Sure 24:30. Die Übersetzung stammt von islam.de, wobei allfällige Ungenauigkeiten meines Erachtens nicht wirklich eine Rolle spielen:

24:30

Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Das ist lauterer für sie. Gewiß, Allah ist Kundig dessen, was sie machen.

 24:31

Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen (Geschlechts)trieb (mehr) haben, den Kindern, die auf die Blöße der Frauen (noch) nicht aufmerksam geworden sind. Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen tragen. Wendet euch alle reumütig Allah zu, ihr Gläubigen, auf daß es euch wohl ergehen möge!

Wenn man sich diese Zeilen konsequent zu Ende denkt, sollte man die Sexualmoral einer Gesellschaftsordnung erkennen, in der Frauen und Männer sich voneinander verstecken müssen, sofern sie nicht der gleichen engeren Verwandtschaft angehören. Dies wird ganz besonders aus der zweiten Hälfte von 24:31 deutlich. Angesprochen sind aber nicht nur die Frauen sondern auch die Männer (24:30), die ihre Blicke senken sollen, d.h. sie sollen keine Frauen anstarren und die eigene Sexualität in der Öffentlichkeit verbergen. Die Folge dieser Sexualmoral ist eine Gesellschaft, in der eine Geschlechterapartheid herrscht, wie man dies aus den uns bekannten muslimischen Gesellschaften bestens erkennen kann, wobei diese Trennung je nach regionalen Traditionen und Ausmass der Orthodoxie freilich unterschiedlich ausgeprägt ist.

Was bei näherer Betrachtung dieser strengen Sexualmoral ganz besonders auffällt, ist die Tatsache, dass sich hinter diesen Zeilen des Korans eine Annahme über die menschliche Natur respektive über das menschliches Verhalten verbirgt, die mindestens aus heutiger Sicht schlicht und einfach inakzeptabel ist. Einerseits soll mit diesen Geboten einem geschlechtlichen Kontrollverlust von Männern vorgebeugt werden, womit erwachsenen Menschen die Fähigkeit abgesprochen wird, ihre Sexualität ohne solche Massnahmen unter Kontrolle zu halten. Andererseits sollen diese Gebote Frauen vor den gierigen Blicken der vermeintlich immergeilen Männer schützen, weil angenommen wird, dass sich diese beim ungehinderten Anblick einer Frau nicht beherrschen könnten. Selbstverständlich bedeutet das Ganze gleichzeitig, dass der Körper der Frau als eine Bedrohung für die gesellschaftliche Moral und für die Ehre der Familie wahrgenommen wird, der versteckt werden muss.

Wie falsch und vor allem krass kontraproduktiv diese koranischen Gedanken sind, sieht man am Ergebnis einer solchen Gesellschaftsordnung. Die Erfahrung zeigt, dass je islamisierter eine Gesellschaft wurde und die Zahl der Frauen, die das islamische Kopftuch trugen, zunahm, umso mehr nahmen auch sexuelle Belästigungen und Übergriffe in diesen Gesellschaften zu. Ägypten ist ein Beispiel einer solchen Gesellschaft, aber auch die Türkei unter Erdoğan. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits werden aufgrund des Weltbildes, das durch den Koran vermittelt wird, insbesondere Frauen, die keine Verschleierung tragen, als eine Art verfügbares „Freiwild“ wahrgenommen, da sie die „ehrbare“ Kleiderordnung des Islam nicht einhalten. Andererseits werden die Triebe von vielen Männern durch das Versteckspiel und die Geschlechterapartheid erst recht auf die Stufe eines sexuellen Notstands gebracht, insbesondere dann, wenn sie aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sind zu heiraten, um damit wenigstens die islamisch zulässige Form von Sexualität zu erleben. Dies führt freilich dazu, dass es innerhalb einer Gesellschaft von Menschen, in der die Zahl der Kopftuchträgerinnen zunimmt, der Druck auf jenen Frauen wächst, die (noch) kein Kopftuch tragen. Dieser Druck ist teilweise sehr direkt und muslimische Frauen, die das Kopftuch nicht tragen, werden selbst in Europa oft mit den folgenden Worten angesprochen: „Du bist doch Muslimin, wieso trägst du kein Kopftuch?“ Teilweise findet dieser Druck auch dadurch statt, dass sich Frauen, die den sexuellen Notstand der Männer der Scharia-Gesellschaft, in der sie leben, gut kennen und sich auf diese Art und Weise zu „schützen“ versuchen. Heute, nach der Verbreitung des Islam in Europa, sind auch nichtmuslimische Frauen einem ähnlichen Druck ausgesetzt, weil ihre Nichtverschleierung für viele muslimische Männer, die nach den Massgaben dieser Gesellschaftsordnung denken, nichts anderes bedeutet als, dass sie verfügbar oder mindestens nicht ehrbar seien. Die Folge davon ist beispielsweise „Köln“.

Wenn die Scharia dazu noch zum staatlichen Recht wird, entspricht das Tragen des islamischen Kopftuchs ohnehin einer gesetzlichen Pflicht, wie etwa im Iran, wobei Zuwiderhandlungen hart bestraft werden, wie auch andere Verletzungen der in der Scharia verankerten strengen Sexualmoral. Davon sind europäische Länder zumindest gegenwärtig nicht betroffen. Das Problematische für unsere europäischen Gesellschaften ist ohnehin nicht, dass der Islam demnächst unseren Staat übernehmen könnte und wir unter dem Joch der Scharia leben müssten. Vielmehr konkurrenzieren und widersprechen solche Werte wie diejenigen, die hinter dem islamischen Kopftuch stehen, fundamentalsten Aspekten unserer allgemeingültigen Gesellschafts- und Rechtsordnung, was wir nicht achselzuckend hinnehmen dürfen. Damit spreche ich namentlich die mühsam erkämpfte Gleichberechtigung der Geschlechter an, die dazu geführt hat, dass Frauen und Männer heute meistens einen ungezwungenen gesellschaftlichen Kontakt zueinander pflegen. Die dabei entstandenen Gesellschaftsnormen, die heute als selbstverständlich gelten, aber auch staatliche Gesetze schützen die jeweiligen Individuen vor ungewollten sexuellen Übergriffen, dies ohne Einsatz von Instrumenten wie das islamische Kopftuch, das eine gesellschaftliche Sittlichkeit durchsetzen möchte, die sich mit unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung nicht wirklich verträgt. Von derartigen Sittlichkeitsvorstellungen haben wir uns nach dem klösterlichen Mittelalter ohnehin getrennt, als jeder und jede, die es sich leisten konnte, die Fleischeslust durch freiwillige Selbsteinsperrung in einem Kloster bändigen wollte. Überhaupt hat sich unsere Gesetzgebung von Sittlichkeitsvorstellungen, insbesondere von kirchlichen Einflüssen in diesem Bereich, vollständig emanzipiert. Heute betrifft nahezu jede mitteleuropäische Rechtsordnung im Zusammenhang mit der Sexualität das sexuelle Selbstbestimmungsrecht des Individuums und dessen Schutz. Die als selbstverständlich geltenden Gesellschaftsnormen und die entsprechenden Gesetze, die uns klare Grenzen auferlegen, schützen jedermann und zwar auf jeder Ebene des Privatlebens, beispielsweise in der Arbeitswelt, wo diesem Schutz eine ganz besondere Bedeutung beigemessen wird, weil gerade in diesem Bereich Frauen und Männer oft täglich miteinander zu tun haben. Wie wir mit menschlicher Sexualität umgehen und welche Regeln wir in diesem Zusammenhang aufstellen, stehen im diametralen Widerspruch zu den Zielen der Scharia und der darin enthaltenen Sexualmoral.

Nach meinen bisherigen Ausführungen stellt das islamische Kopftuch ein Durchsetzungsinstrument der Scharia dar, mit dem die in der Scharia verankerte Sexualmoral gewährleistet werden soll. Diese Sexualmoral verlangt eine strenge gesellschaftliche Trennung von Männern und Frauen. Entgegen anderslautender Ansicht des Schweizerischen Bundesgerichts, das 1997 ausgeführt hat, das islamische Kopftuch sei ein starkes religiöses Symbol („symbole religieux fort“; vgl. BGE 123 I 296 ff.) trifft dies nach meinen bisherigen Ausführungen nicht zu. Mit einem religiösen Symbol hat das islamische Kopftuch ganz offensichtlich nichts zu tun. Ein religiöses Symbol ist beispielsweise das Kreuz, das die Christen an die Passion Jesu erinnert. Der Islam kennt keine religiösen Symbole.

Meines Erachtens ist diese gesellschaftregulierende Funktion des islamischen Kopftuchs das Hauptproblem, das damit zusammenhängt. Dabei ist folgende Feststellung wichtig: Nicht hinter jeder religiösen Vorschrift müssen sich Regeln einer Gesellschaftsordnung verstecken. Wenn Muslime beispielsweise auf den Verzehr von Schweinefleisch verzichten, indem sie einer religiösen Vorschrift folgen, hat dies überhaupt keine Konsequenzen für das gesellschaftliche Zusammenleben. Die vorgenannten Stellen im Koran haben aber ganz offensichtlich eine Funktion, die das gesellschaftliche Zusammenleben tangiert. Einerseits wird damit eine tatsächliche Integration von Muslimen verunmöglicht und andererseits wird damit eine Parallelgesellschaft in Europa gefördert, die einer Sexualmoral folgt, die unmittelbare Konsequenzen auf unser eigenes Leben hat, weil unsere entsprechenden Vorstellungen dieser Sexualmoral krass widersprechen.

Obwohl das islamische Kopftuch kein religöses Symbol ist, bedeutet dies aber nicht, dass es keinen Symbolcharakter hätte. Diesen hat es in der Tat. Das islamische Kopftuch ist ein politisches Symbol des politischen Islam auf der Grundlage der Lehren von Hasan al-Banna, dem Gründer der Muslimbruderschaft. Es gibt mittlerweile unzählige islamistische Gruppierungen. In dieser Hinsicht geht der entsprechende Gedanke aber immer auf ihn zurück. Es geht um die bewusste Ablehnung des westlichen Lebensstils und die Zuwendung zu den eigenen Werten, namentlich islamischen Werten. So schrieb Hasan al-Banna in seinen Erinnerungen:

„Die Ausrüstung des Orients ist Sitte und Glauben; wenn er diese beiden verliert, so verliert er alles, wenn er zu ihnen zurückkehrt, so kehrt alles zu ihm zurück. Vor fester Moral, Glauben und Überzeugung bricht die Macht der Unterdrücker zusammen. Daher werden sich die Führer des Ostens um die Festigung seines Geistes und um die Wiedergewinnung seiner verlorenen Moral bemühen, denn dies ist der einzige Weg zu einer echten Renaissance. Diesen Weg aber werden sie nur finden, wenn sie zum Islam zurückkehren und an seiner Lehre festhalten.“

Hassan al Banna

Hasan al-Banna

Durch das Tragen des islamischen Kopftuchs wird also zum Ausdruck gebracht, dass man den westlichen Lebensstil ablehnt und sich einer eigenen islamischen Identität zuwendet. In diesem Zusammenhang ist das Kopftuch tatsächlich ein Symbol, kein religiöses sondern ein politisches. Man könnte sogar von einer Uniform sprechen.

Diese beiden Aspekte, die ich im vorliegenden Blog-Artikel angesprochen habe, sind die Gründe dafür, weshalb ich eine überaus ablehnende Haltung gegenüber dem islamischen Kopftuch habe, die so weit geht, dass ich es – wenn ich könnte – aus dem Schutzbereich der Religionsfreiheit entfernen würde. Einerseits sollen aus meiner Sicht die Grundrechte nicht dazu dienen, dass Feinde unserer Werte unsere freiheitliche Gesellschafts- und Rechtsordnung auszunützen, um die Scharia zu gewährleisten, insbesondere auch nicht die darin enthaltene völlig unhaltbare Sexualmoral, sei es nur in einer Parallelgesellschaft. Andererseits sollen die Grundrechte auch nicht dazu dienen, um die Gesellschaft zu islamisieren und um eine Gesellschaftsordnung nach den Vorstellungen von Hasan al-Banna zu errichten, auch wenn diese wiederum „bloss“ die angesprochene Parallelgesellschaft betreffen sollte. Gerade die vergangene Abstimmungskampagne in Europa im Zusammenhang mit dem türkischen Verfassungsreferendum sollte verdeutlicht haben, dass die Scharia und die darin enthaltenen Werte unsere Gesellschaftsordnung erheblich gefährden oder unsere Gesellschaft zumindest massiv polarisieren.

Über das islamische Kopftuch

Integration über Moscheen? – Eine etwas andere Kritik über den ersten moscheereport von Constantin Schreiber

Zunächst möchte ich Constantin Schreiber für seine Reportage moscheereport, deren erster Teil am 27. März 2017 im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, ausdrücklich loben. Insbesondere der erste Teil dieser ersten Sendung von insgesamt dreien, der die eigentliche Reportage umfasste, war aus meiner Sicht sehr gelungen. Sowohl die gewählten Sequenzen aus einer Freitagspredigt im al-Nour Moschee in Hamburg als auch die Fragen, die gegenüber dem Imam gestellt wurden, waren sehr gut platziert. Damit konnte der kurze Reportageteil einem deutschsprachigen Zuschauer einen relativ guten Eindruck hinterlassen, wie es in dieser für die meisten Europäer fremden Welt aussieht und um welche Inhalte es bei einer Freitagspredigt geht. Solche Eindrücke in weniger als sieben Minuten kompakt zu vermitteln, war meines Erachtens eine starke journalistische Leistung. Selbstverständlich wäre es besser gewesen, wenn nicht nur der Reportageteil sondern die gesamte Sendung etwas länger gedauert hätte.

Meine Hauptkritik gegenüber dieser Sendung richtet sich einzig gegen den zweiten Teil, als Constantin Schreiber sich im Studio mit einem geladenen Gast und einer zugeschalteten Professorin aus Frankfurt über den Reportageteil der Sendung unterhielt und Fragen stellte. Beim Studiogast handelte es sich um Daniel Abdin, dem Vorsitzenden der Schura in Hamburg, einer Organisation mit Verbindungen zum Millî Görüş und zur DITIB, und bei der zugeschalteten Professorin um Susanne Schröter, Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam in Frankfurt.

Bereits bei seiner Vorstellung der Gäste beging Constantin Schreiber meines Erachtens einen journalistischen Fehler. Obwohl die ausgestrahlte Freitagspredigt jene von der Hamburger al-Nur Moschee war und Daniel Abdin dem Hamburger SCHURA vorsteht, wurde die sich aufdrängende Frage nicht gestellt, ob zwischen dieser Moschee und dem Verband von Daniel Abdin eine Verbindung bestehen würde. Dies ist nämlich durchaus der Fall, was aus der Webseite der al-Nour Moschee hervorgeht. Die al-Nour Moschee ist Mitglied bei der SCHURA. Es wäre journalistisch nur korrekt gewesen, die Zuschauer darauf hinzuweisen, dass zwischen dem Studiogast und dieser Moschee eine unmittelbare Verbindung besteht. Dies wäre insbesondere nach den Eindrücken, die aus dem Reportageteil gewonnen werden konnte, notwendig gewesen.

Unangenehm überrascht war ich auch beim ersten Thema, das Constantin Schreiber ansprach. Es ging um die Frage, ob es gerecht sei, dass Frauen beim Freitagsgebet nicht dabei seien. Meine Kritik gegenüber diesem von Constantin Schreiber ausgewählten Themenbereich hat einerseits damit zu tun, weil sich nach dem Reportageteil ganz andere wesentlich wichtigere Fragen geradezu aufdrängten, die in der knappen Sendezeit nicht besprochen werden konnten. Auf diese werde ich ganz am Schluss eingehen. Andererseits ging es hier um eine Frage der islamischen Liturgie, die unmittelbar mit der Religionsausübung etwas zu tun hat, was meines Erachtens in dieser Form akzeptiert und respektiert werden muss. Die Alternative ist nämlich bei solchen Praktiken nicht mitzumachen, respektive sogar aus einer solchen Glaubensgemeinschaft auszutreten! Eine andere Möglichkeit sind freilich die gemischtgeschlechtlichen islamischen Gottesdienste, wenn möglich sogar mit einer Imamin an der Spitze des Gottesdienstes, was es ja auch schon gegeben hat und immer noch gibt. Es handelt sich hier jedoch nicht im Geringsten um Mainstream-Islam sondern um moderne Eigenkreationen des Islam der Beteiligten, was natürlich völlig zulässig ist. Diese von einigen wenigen praktizierten Religionspraxis, die doch sehr etwas Eigenwilliges darstellt, sollte meines Erachtens von Muslimen jedoch nicht wirklich verlangt werden, weil dies mit gesellschaftlichen Aspekten des Islam nichts zu tun hat und einzig die Liturgie betrifft. Im Übrigen ist die Nichtteilnahme von Musliminnen am Freitagsgebet wohl der unwichtigste Aspekt der islamischen Geschlechterdiskriminierung. Es gibt so viele wichtigere und relevantere Beispiele der Schlechterstellung der Frauen im Islam, dass man damit Bibliotheken füllen könnte.

Daniel Abdin, der aufgrund der Unsinnigkeit der Frage zunächst einen verblüfften Eindruck machte, konnte sich sehr schnell fangen und wies auf die Tatsache hin, dass beim Hadsch Frauen und Männer gemeinsam beten würden, was mit dem Freitagsgebet natürlich nicht das Geringste zu tun hat. Immerhin konnte er damit seinen Auftrag als Islamapologet erfüllen und den Eindruck vermitteln, im Islam gebe es so etwas wie Geschlechterdiskriminierung gar nicht. Das sei ein Missverständnis (wie natürlich alles Negative im Islam auf Missverständnissen beruhen muss).

Erstaunt war ich über die Professorin, die den Umstand ebenfalls kritisierte wie Constantin Schreiber, dass Frauen beim Geschehen nicht teilnehmen könnten, wenn sie beim Freitagsgebet nicht dabei wären.

Wie gesagt: Aus den vorgenannten Gründen ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass gegenüber der Liturgie einer Religion Kritik entgegengebracht wird. Auch die Vestalinnen im alten Rom bestanden nur aus Frauen und zwar aus Jungfrauen. Es ist keine Geschlechterdiskriminierung, wenn es innerhalb der Liturgie einer Religion geschlechterspezifische Rollenzuweisungen gibt. Im Judentum haben beispielsweise Frauen bei der Sabbat-Liturgie eine ganz spezielle und nur ihnen zugewiesene Rolle. Wer mit solchen geschlechterspezifischen Rollenzuweisungen nicht leben will, kann die entsprechende Glaubensgemeinschaft verlassen und bei Bedarf sogar eigenwillige New Age Kreationen von diesen Religionen gründen. Es ist allerdings völlig illusorisch zu glauben, dass eine solche Kreation eines Tages den europäischen Mainstream Islam bilden würde. Vor allem sollte nicht der Eindruck entstehen, dass eine allfällige Imamausbildung in Deutschland etwas am Umstand ändern würde, dass Frauen bei der Freitagspredigt nicht dabei sind. Über die Imamausbildung in Deutschland wurde gleich anschliessend gesprochen.

Beim zweiten Thema der Studiodiskussion ging es zunächst um die Tatsache, dass der Imam, der die Freitagspredigt hielt, seit 14 Jahren in Deutschland lebte und praktisch kein Wort Deutsch sprach. Dieser Umstand wäre ein sehr guter Ansatz gewesen, wenn Constantin Schreiber die richtigen Fragen gestellt hätte. Auf diese Tatsache angesprochen wurden die fehlenden Deutschkenntnisse des Imams vom Islamapologeten Daniel Abdin erwartungsgemäss verharmlost. So gab er wahrheitswidrig an, dass die Religionssprache die Hochssprache sei und der Imam diese komplizierte Sprache nicht ins Deutsche übertragen könne. Man wünsche sich in Deutschland geborene, aufgewachsene und ausgebildete Imame. Das sei ein Mangel.

Dazu folgendes: Es gibt tatsächlich so etwas wie die arabische Hochsprache, die Arabiya genannt und vom gemeinen Volk unvollkommen beherrscht wird. Dann gibt es die arabische Umgangssprache Ammiya. Davon zu unterscheiden ist das Koranarabisch, was Daniel Abdin wohl meinte. Ungeachtet dessen hatte Constantin Schreiber mit dem Imam ohnehin kein Interview über koranische Inhalte oder islamische Theologie geführt, womit die Entschuldigung unbegründet war.

Daniel Abdin hatte das Gespräch damit allerdings geschickt umgelenkt und es ging nun um die Imamausbildung in Deutschland, ein Thema mit dem ein versöhnlicher Konsens unter allen Gesprächsbeteiligten hergestellt werden konnte. Prof. Susanne Schröter unterstützte die Bestrebungen, Imame in Deutschland auszubilden, auch im Hinblick auf die angekommenen Flüchtlinge. Sie gab dazu an, dass man mit der Imamausbildung in Deutschland eine wichtige integrative Funktion erfüllen würde, in denen Moscheen eine wichtige Rolle spielen würden. Sie bemängelte anschliessend, dass Imame ohne Deutschkenntnisse sich zu wenig in der Gesellschaft umschauen könnten und damit seien die Kenntnisse über die deutsche Gesellschaft nicht ausreichend.

Mit diesen abschliessenden Worten der Professorin war die Sendung dann leider bereits zu Ende. Auf diese möchte ich nachfolgend etwas vertiefter eingehen.

Es ist eine Illusion und ein schwerwiegender Fehler, wenn man Moscheen oder dem Islam eine integrative Funktion einräumen will, wie dies von Prof. Susanne Schröter postuliert wurde. Eine Integration in den Westen über den Islam oder über Moscheen hat es nie gegeben und wird es nie geben. Das hat mit dem Islam selbst zu tun.

Islam bedeutet nämlich das pure Gegenteil von Integration, was bereits aus der Eröffnungssure des Koran, der al-Fatiha, deutlich wird, die ähnlich wie das christliche Vaterunser das islamische Hauptgebet bildet und vom Gläubigen, der sämtliche fünf Gebete des Tages verrichtet, täglich insgesamt 17x wiederholt wird. Die entsprechende Stelle (die 6. und 7. Ayat der Sure, die insgesamt 7 Ayat lang ist) lautet übersetzt wie folgt:

„Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht (den Weg) derer, die D(ein)em Zorn verfallen sind und irregehen!“

Diejenigen, die irregehen, sind nach unumstrittener Auffassung, die Christen. Unumstritten ist dies deshalb, weil dies nicht nur aus sämtlichen anderen Quellen des Islam hervorgeht. Vielmehr sagt es der Koran selbst. Ich verweise hier lediglich auf Sure 5:72 ff. Kurz zusammengefasst folgen die Christen deshalb einer Irrlehre, weil sie an die Trinitätslehre und an die Gottessohneigenschaft Jesu glauben. Das ist übrigens der Grund, weshalb Jesus im Koran immer wieder als Isa Ben Maryam (Jesus, Sohn der Maria) bezeichnet wird. Damit soll verdeutlicht werden, dass Jesus Sohn eines Menschen ist und nicht Gottes Sohn, wie die Christen ihn bezeichnen. Mit anderen Worten wird den Christen nichts anderes als Häresie vorgeworfen.

Auch diejenigen, die Gottes Zorn erregt haben sollen, sind klar definiert. Es handelt sich dabei um die Juden, was ebenfalls nicht bloss aus den ausserkoranischen Quellen sondern auch aus dem Koran selbst hervorgeht. Ich verweise lediglich auf Sure 2:87-90. Die Juden seien deshalb dem Zorn Gottes verfallen, weil sie ihm gefrevelt hätten. Damit wird beispielsweise die Anbetung des Goldenen Kalbes angesprochen. Sie hätten damit Gottes Gebote missachtet (1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben). Darüber hinaus würden die Juden Propheten ermorden, womit aber nicht Jesus gemeint ist, weil die Muslime nicht an die Kreuzigung Jesu glauben. Es sind andere Propheten gemeint. Mord ist aus islamischer Sicht eine schwere Sünde. Prophetenmord ist eine erhebliche Steigerung davon. Darüber hinaus wird der Zorn Gottes mit der angeblichen Thorafälschung der Juden begründet. Die Juden hätten nach islamischer Vorstellung Mohammed aus der Thora entfernt, der in ihrer Schrift angekündigt gewesen sei. Da dieser in der Thora fehlt, wird dies als Schriftfälschung und ebenfalls als eine schwere Sünde verstanden.

Der Koran sagt sehr eindeutig, wie mit Christen und Juden (mindestens) umzugehen ist. In Sure 5:51 heisst es doch sehr klar und deutlich:

“Ihr, die ihr glaubt! Nehmt euch die Juden und Christen nicht zu Freunden! Sie sind einander Freunde. Wer von euch sich ihnen anschließt, der gehört zu ihnen. Siehe, Gott leitet die Frevler nicht recht.”

Mit anderen Worten verlangt der Islam einerseits im islamischen Hauptgebet aber auch an anderen Stellen wie im vorgenannten Ayat eine klare Abgrenzung von Muslimen von den Nichtmuslimen. Man soll nicht so werden wie sie, wobei diesen andersgläubigen Menschen dazu noch aus muslimischer Sicht sippenhaftmässig sehr schlechte Eigenschaften nachgesagt werden, die bei einem gläubigen Muslim Abscheu erregen müssten. Darüber hinaus sollen Muslime keine christlichen und jüdischen Freunde haben.

Meines Erachtens ist es unter dieser gegebenen theologischen Konstellation schleierhaft, wie der Islam oder Moscheen, die ihrer Funktion entsprechend solche Inhalte verbreiten, zur Integration von muslimischen Migranten beitragen sollen. Ich sehe auch nicht, was eine Imamausbildung in Deutschland an diesen unumstösslichen theologischen Tatsachen ändern könnte, wie dies von den Diskussionsteilnehmern in der Sendung gewünscht wurde. Auch ein in Deutschland ausgebildeter Imam dürfte kaum das Gegenteil davon predigen, was im Koran steht.

Tatsache ist und bleibt, dass der Islam, sofern er orthodox gelebt wird, ganz klar ein Integrationsverhinderer ist und damit auch die Moscheen, die den orthodoxen Islam predigen, womit ich praktisch alle Moscheen meine. Die wenigen Ausnahmen sind nicht repräsentativ. Ich habe in der vorliegenden Darstellung lediglich zwei Koranverse genannt. Es gibt weitere solche Inhalte, die sich auch ausserhalb des Korans befinden, die ebenfalls verbindlich sind und nichts anderes aussagen. Auf gut Deutsch sagen sie immer wieder das Gleiche, wobei auch Steigerungen möglich sind: „Muslim, grenze dich von den Christen und den Juden ab und nimm dir aus ihrem Kreis keine Freunde!“

Die Tatsache, dass dies gelebter islamischer Praxis entspricht, wird aus der Tatsache deutlich, dass die Integration von muslimischen Migranten im deutschsprachigen Raum im erheblichen Masse gescheitert ist. Dies wurde aber auch aufgrund der Eindrücke im ersten Teil der Reportage von Constantin Schreiber für alle offensichtlich: Ein Imam, der sich seit 14 Jahren in Deutschland aufhält und nahezu kein Wort Deutsch spricht, hat diese Vorgaben des Korans und anderer islamischer Schriften bestens befolgt. Bei ihm hat so etwas wie Integration nicht einmal ansatzweise stattgefunden, wobei alles andere aufgrund der klaren Vorgaben des Islam eine Überraschung gewesen wäre.

Der grösste Mangel der Sendung war, dass Constantin Schreiber auf einen Aspekt der Reportage nur ungenügend einging, dies wohl in Unkenntnis der islamischen Vorgaben über den Umgang mit den Andersgläubgen (oder er hat diese Frage bewusst vermieden). Im Interview mit Constantin Schreiber gab nämlich genau dieser überhaupt nicht integrierte Imam an, dass er die Themen seiner Predigten aus Bereichen herausnehme, welche die Muslime beschäftigen würden. Es gehe um gesellschaftliche Themen wie etwa um das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen.

Genau hier hätte Constantin Schreiber weiterbohren müssen.

Was kann von einem nichtintegrierten Imam, der sich seit 14 Jahren in Deutschland aufhält und praktisch kein Deutsch spricht, erwartet werden, das er über das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen sagen könnte? Die fehlenden Sprachkenntnisse dieses Mannes und seine komplett gescheiterte Integration müssten meines Erachtens auch ohne vertiefte Kenntnisse des Islam die Vermutung nahelegen, dass der Imam in seinen Predigten die Gläubigen kaum zu Handlungsweisen aufruft, die integrativ wirken können. Genau hier müsste nämlich deutlich werden, dass eine Integration über den Islam und damit über Moscheen an einem unüberbrückbaren Widerspruch leidet.

Trotz dieser Mängel dieser leider viel zu kurzen Sendung, bei der aufgrund dieses Umstands eine fachgerechte Vertiefung nicht möglich war, bin ich Constantin Schreiber für seine Reportage dankbar, weil er wie eingangs erwähnt, dem deutschsprachigen Fernsehpublikum einen Einblick in diese Welt gewährte, die vielen Menschen immer noch sehr fremd ist.

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(Der deutsche Journalist Constantin Schreiber; aufgenommen im Rahmen der Verleihung des Grimme-Preises 2016. Quelle: wikipedia)

Integration über Moscheen? – Eine etwas andere Kritik über den ersten moscheereport von Constantin Schreiber